Die Bewerbung

um 1860

Die gemeinsame Bewerbung wurde 2010 angeregt. Seit 2013 gehört Bad Ems zu dieser Gruppe. Die Leitung des Gesamtprojektes hat die Tschechische Republik. In enger Zusammenarbeit mit internationalen Experten haben die Städte das Nominierungsdokument erarbeitet, das über 1400 Seiten in sechs Bänden umfasst. Regelmäßig treffen sich die Bürgermeister der beteiligten Städte, auf der Arbeitsebene findet eine enge Zusammenarbeit zwischen allen elf Städten und insbesondere unter den drei deutschen Kurorten statt.
In Bad Ems ist das Stadtarchiv Heutefederführend. Es arbeitet dabei eng mit der Verbandsgemeindeverwaltung, der Denkmalpflege und dem Tourismus zusammen. Ergänzend zum Nominierungsdokument gibt es einen gemeinsamen übergeordneten Managementplan und für jede Stadt einen örtlichen Managementplan. Dieser wird in Zukunft in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben und dient den Städten gewissermaßen als Handbuch für die weitere Arbeit.

Im Frühjahr 2016 fand ein Auswahlverfahren statt. Grundlage war eine Vergleichsstudie, die 45 europäische Kurorte nach bestimmten Kriterien auf den Prüfstand stellte. Nur drei von ursprünglich sechs deutschen Städten schafften es schließlich auf das Nominierungsdokument. Allein die Tatsache, dass internationale Experten einmütig in Bad Ems mit seiner Bäderarchitektur und seiner Einbettung in die Landschaft das Potenzial sehen, einen Beitrag zum „herausragenden universellen Wert“ der „Great Spas“ zu leisten, ist ein ganz großer Erfolg für die Stadt. Er zeigt nicht nur, dass wir zum kleinen Kreis der wirklich bedeutenden Badeorte des 19. Jahrhunderts gehören, sondern vor allem auch, dass im Stadtbild von Bad Ems die große Vergangenheit der „Great Spas“  besonders gut erlebbar ist.