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Der obergermanische-raetische Limes, so die korrekte Bezeichnung eines der eindrucksvollsten archäologischen Denkmäler
Mitteleuropas, ist seit 2005 UNESCO-Welterbe. Damit ist es nicht nur Deutschlands jüngstes, sondern auch größtes archäologischen
Denkmal. Mit 550 km Länge, 900 Wachposten sowie 120 größeren und kleineren Kastellplätzen bildete der römische Limes die Außengrenze des damaligen Römischen
Weltreiches. Der Limes begann am Rhein bei Rheinbrohl, verlief dann über die Randhöhen des Westerwaldes und über den Taunus bis zum Main,
von wo aus er nach Lorch a. d. Rems führte, um dort, an der Provinzgrenze zwischen Obergermanien und Raetien, mit einem Knick gen Osten
abzubiegen und schließlich die Donau bei Hienheim westlich von Regensburg zu erreichen. Während der obergermanische Limes dazu diente, die
fruchtbaren Gebiete des Neuwieder Beckens, der Rhein-Mainregion und der Wetterau zu schützen sowie die Verbindungsstraße zwischen den
Provinzhauptstädten Mogontiacum (Mainz) und Augusta Vindelicum (Augsburg) abzusichern, schützte der raetische Limes das Nördlinger Ries.
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Der Limes verlief mitten durch die Stadt
Bad Ems und einige ihrer Gemeinden.
Südlich der Lahn auf dem Wintersberg ist
die älteste Rekonstruktion eines Limesturmes
in Deutschland (1874) auf den Grundmauern
eines originalen Limesturmes erbaut.
Eindrucksvoll sind auch die Ausgrabungen
der Ruine eines zweiten Limesturmes und
die Rekonstruktion der Palisaden aus mächtigen
Baumstämmen im benachbarten Wald.
Auf der anderen Lahnseite bei Kemmenau
sind Wall und Graben des Limes auf einer
langen Strecke noch hervorragend erhalten.
Weiter nördlich, kurz vor Arzbach, befindet
sich ein rekonstruierter und zugleich
begehbarer Limesturm auf der Spitze
eines 423 Meter hohen Basaltkegels –
der Stefansturm. Von hier aus bietet sich
ein beeindruckender Panoramablick. In einiger
Entfernung bei Holzhausen im Taunus ist eines
der besterhaltenen Kastelle des Limes
mit konservierten Grundmauern zu sehen.
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Limes-Radweg
Strampelnd kann man sich auf die
Spuren der Römer begeben und
zahlreiche Sehenswürdigkeiten
aus der Römerzeit entdecken.
Limes-Führung
Geführte Wanderung zu den Ausgrabungen
und Rekonstruktionen
mit Einkehrmöglichkeit, Dauer ca.
2,5 Stunden.
Limes-Wanderweg
Von Bad Ems aus kann sowohl in
den Westerwald nach Norden als
auch in den Taunus nach Süden
entlang des Limes gewandert werden.
Museum
Das Kur- und Stadtmuseum zeigt
Funde aus den Kastellen im Rhein-
Lahn-Gebiet und gibt Einblicke in
die Welt der römischen Soldaten
am Limes. (Öffnungszeiten: April-
Sept. Di.-Fr., So. u. Feiertage 14-17
Uhr, Okt.-März Mi. u. Fr. 14-17 Uhr,
Römerstraße 97, Eintritt frei!)
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