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Kurhaus/Barockes Badeschloss Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Eine Fürstin aus dem Hause Nassau-Oranien ließ sich 1711-20 ihr privates Badeschlösschen an der Stelle erbauen, wo man auch schon im Mittelalter die Heilquellen nutzte. Zentrum der geplanten dreiflügeligen Schlossanlage, die jedoch nur als zweiflügeliger Bau ausgeführt wurde, war der originale Austritt des Kesselbrunnens. Im 19. Jahrhundert wurde aus dem fürstlichen Badeschloss sogar ein königlich-kaiserliches Feriendomizil. Heute logieren Tourist-Information und Staatsbad Bad Ems GmbH in dem geschichtsträchtigen Gebäude. In den oberen Geschossen befindet sich das AyurVeda-zentrum. Andere Teile des einstigen Badeschlosses nutzt heute Häcker's Kurhotel.

Brunnenhalle Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! In dieser Säulenhalle treten gleich drei verschiedene Quellen zu Tage: der"Kesselbrunnen", der "Kaiserbrunnen" und als berühmteste das "Emser Kränchen ®". Mit dem typischen Emser Trinkglas in der Hand kann man Schluck für Schluck herumflanieren, in den ausgestellten Vitrinen noch einiges über die Heilquellen, die Stadtgeschichte und die Kaiserregatta erfahren, Reise-Requisiten von Kaiser Wilhelm betrachten. Und dabei kuren Sie schon intensiver, denn das Spazieren in der Brunnenhalle hat auch einen therapeutischen Zweck: es sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des getrunkenen Wassers im Magen. Für weitere medizinische Anwendungen des Heilwassers stehen Gurgelräume zur Verfügung. An Nachmittagen und Abenden gibt es im östlichen Teil der Brunnenhalle Konzerte, Vorträge und andere Veranstaltungen.

Benedetti-Stein & Emser Depesche Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Es war am 13. Juli 1870, kurz nach 9 Uhr als es auf der Kurpromenade in Bad Ems zu einer Begegnung kam, die die europäische Geschichte bedeutend beeinflussen sollte und damit der Kurstadt einen ewigen Platz in den Geschichtsbüchern verschafft hat. Bekannt geworden ist dieses Ereignis unter dem Begrifff "Emser Depesche".

An diesem Tag trafen der preußische König Wilhelm I., der sich zur Kur in Bad Ems befand, sowie sein Gegenspieler, der französische Botschafter Benedetti zusammen um über die spanische Thronfolgekandidatur zu sprechen. Frankreich wollte verhindern, dass Preußen sich über die Kandidatur eines Hohenzollernprinzen Einfluss in Spanien verschaffte. Über diese Unterredung erhielt Ministerpräsident Otto von Bismarck im fernen Berlin Bericht. Kern dieses Telegramms war, dass Wilhelm die französische Garantieforderung zurückgewiesen und es abgelehnt hatte, weiter mit dem Botschafter zu verhandeln. gemeint war: Über diese Angelegenheit zu verhandeln. Bismarck überarbeite diese Depesche, gab ihr einen neuen Sinn und leitete diesen Text der Presse weiter: die Emser Depesche. Als der berühmte "Funke", der das ohnehin offene Pulverfass zur Explosion brachte, kam es wenige Tage später zur Kriegserklärung Frankreichs an Deustchland. Der Benedetti-Stein am Lahnufer weißt heute auf diese denkwürdige Ereignis hin.

Künstlerhaus - Schloss Balmoral Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Die Mischung aus Villa und weißer Ritterburg, errichtet als Landhaus eines russischen "Gutsbesitzers" um 1868, wurde einst als Hotel genutzt. Schon damals gingen hier Künstler und Musiker ein und aus; so vollendete zum Beispiel Richard Wagner hier seine Oper Parzifal. Heute ist Schloss Balmoral noch mehr ein Ort der Künste - ein "Schloss des Geistes". Ausstellungen, Installationen, Performances, Vorträge und Workshops, aber auch Konzerte mit Musik vorwiegend des 20. Jahrhunderts und modernes gehören zur Angebotspalette für die Öffentlichkeit. Daneben leben und arbeiten im Schloss bis zu acht Stipendiaten der Bildenden Kunst, die durch eine international anerkannte Fachjury ausgewählt wurden, ein knappes Jahr lang. Mit ihren Aktionen sorgen sie dafür, dass oftmals neuste Trends in der internationalen Kunst auch im altehrwürdigen Badeort zu sehen sind. Man kann einige der kommenden Stars am Kunsthimmel hier bereits kennen lernen, denn viele der ehemaligen Stipendiaten von Schloss Balmoral haben anschließend viele Preise und Auszeichnungen erhalten.

Spielbank Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Der gleichzeitig mit dem Kurtheater erbaute Teil des Kursaalgebäudes ist das heutige Spielcasino. Es war ehemals der "kleine Konzertsaal". Seit 1987 beherbergt er das Casino. Zuvor versuchte man sein Glück beim Spiel im Marmorsaal. Mit den preußischen Idealen war solches Treiben in einem "Kaiserbad" nicht mehr vereinbar, deshalb hatte man 1872 die erste Emser Spielbank - Deutschlands älteste konzessionierte Spielbank - geschlossen. 1987 wurde sie wiedereröffnet und gehört heute zu den Spielbanken Mainz und Trier, Neben dem klassischen Spiel - Roulette und Black Jack - gibt es auch einen Automatensaal mit 35 Maschinen. Sehr bekiebt ist das "Casino leger", das vor rund drei Jahren eingeführt worden ist. Das heißt: kein Kravattenzwang, keine strikte Kleiderordnung. Das Spielen ist übrigens keine Pflicht: Wer mag, kann an der Bar Platz nehmen, zuschauen und Champagner genießen.

Marmorsaal und Kurtheater Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Wenn auch die Bad Emser die Sonnenseite vor dem Saalgebäude an der Lahn "Klein Nizza" nennen, weil sie nach Süden ausgerichtet und im Sommer mit Palmen geschmückt ist, so könnte man den 1836-39 errichteten Marmorsaal eigentlich "Klein Rom" nennen. Das Vorbild des prächtigen Saals mit seinen Wandmalereien und den Säulen aus Lahntal-Marmor ist die Villa Farnesina am Tiber in Rom. Die Pläne für den Festsaal von Bad Ems lieferte der Königlich Bayerische Bauinspektor Johann Gottfried Gutensohn. 1913/14 reichte der Marmorsaal nicht mehr aus und das Kursaalgebäude wurde um das Kurtheater erweitert. Modisch ganz im Trend des beginnenden 20. Jahrhunderts wurde der Theatersaal im Jugendstil und Neu-Rokoko gestaltet! Beide "Kult(ur)stätten" sind noch heute die Bühne für große kulturelle Events, wie z. b. das jährlich stattfindende Internationale Jacques-Offenbach-Festival.

Kursaalgebäude Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Das architektonische Schmuckstück von Bad Ems vereint eine Kolonade, das Kurcafe, den Marmorsaal, das Kurtheater und das Casino. Die "Schokoladenseite" zur Lahn findet eine würdige wie schöne Fortsetzung in den Gartenanlagen des Kurparks.Wenn auch die Emser die Sonnenseite vor dem Kursaalgebäude an der Lahn "Klein Nizza" nennen, weil sie nach Süden ausgerichtet und im Sommer mit Palmen geschmückt ist, so könnte man den 1836-39 errichteten Marmorsaal eigentlich "Klein Rom" nennen. Das Vorbild des prächtigen Saals mit seinen Wandmalereien und den Säulen aus Lahntal-Marmor ist die Villa Farnesina am Tiber in Rom. 1913/14 reichte der Marmorsaal nicht mehr aus, und das Gebäude wurde um das Kurtheater und andere Räumlichkeiten erweitert. Der dabei entstandene kleine Konzertsaal ist seit 1987 Sitz des heutigen Spielcasinos. Zuvor versuchte man sein Glück beim Spiel im Marmorsaal.

Kurwaldbahn Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Stetig schiebt sie sich den steilen Berg hinauf - die Kurwaldbahn, Gipfelstürmer von Bad Ems. Was von weitem anmutet wie eine schwebende Hutschachtel ist eine schnelle und umweltfreundliche Verkehrsverbindung. Die zwei Kabinen der Standseilbahn verbinden im Pendelverkehr die Stadtmitte mit dem Kurgebiet auf der Bismarckhöhe. Von dort oben hat der Besucher eine imposante Aussicht auf die Kurstadt und das gesamte Lahntal sowie die Höhen des Taunus. Ein direkt an der Bergstation gelegenes Café und Restaurant lädt mit einer Panoramaterrasse zum Genießen des Anblickes ein. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 4m/s wird auf einer Streckenlänge von 220m ein Höhenunterschied von 132 m bewältigt. Mit dieser 78- prozentigen Steigung gehört die Kurwaldbahn zu den steilsten Standseilbahnen der Welt! Die Kurwaldbahn fährt täglich von 6.15 bis 22.30 Uhr im Zehnminutentakt, an vielen Veranstaltungen sogar bis in die Nacht hinein.

Römerstraße Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Hier reihen sich in einer einmaligen Folge historische Hotelbauten aneinander; auch eine kleine Kunstgeschichte des Balkongitters ließe sich hier schreiben. Zahlreiche Häuser verraten heute noch durch ihre Namen, dass sie einst Hotels waren, wie zum Beispiel der Russische Hof (Haus Nr. 23), in dem nicht nur bevorzugt russische Gäste abstiegen, sondern auch schon einmal der König von Dänemark oder der Englische Hof (Nr. 46), der ebenfalls königliche Hoheiten beherbergte, heute Sitz der Malbergklinik. Besonders prächtig geriet die Fassade des Hauses Herzog von Leuchtenberg (Nr. 40). Reicher Bauschmuck im Stil des Barock und Rokoko ist hier zu bewundern, jedoch nicht "original" alt sondern in einer Form von 1903/4. Drei Brunnen aus dem Jahre 1839 erinnern daran, dass vor der Erfindung von Wasserleitungen im Haus die Stubenmädchen von hier das Trinkwasser für die Hotelgäste holen und schleppen mussten. Und wer sich vor dem 18. Jahrhundert übrigens nicht eines der beiden barocken Badeschlösser, das Kurhaus oder die "Vier Türme" als Quartier leisten konnte, musste während seines Kuraufenthalts auf den Lahnwiesen campieren!

Kaiser Wilhelm Denkmal Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Eine Rarität ist das Kaiserdenkmal im Kurpark, denn es ist das einzige, das Wilhelm I. als Privatmann in Freizeitkleidung und nicht in Uniform darstellt. 1893 wurde das steinerne "Familienalbum" eingeweiht; es zeigt auch in Reliefs, wie der Kaiser vom Emser Kränchen trinkt und dass 1887 alle drei -späteren - Kaiser zur Kur in Bad Ems weilten.

Haus der vier Türme Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Seine vier Ecktürme mit den geschwungenen Hauben gaben dem barocken Gebäude aus dem späten 17. Jh. seinen Namen. Einst logierte hier Prominenz wie Carl Maria von Weber und eine Reihe europäischer Könige. Für Zar Alexander II. waren die "Vier Türme" sogar seine inoffizielle Sommerresidenz. Jetzt residiert und arbeitet in den umgestalteten Räumen das "DIZ", das Dateninformationszentrum des Landes Rheinland-Pfalz.

Kur und Stadtmuseum Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Die Nutzung des Emser Wassers, der Alltag im Kurort für berühmte Gäste aber auch Dienstmädchen, welche Ausflugsziele lockten früher und heute - in vielen Facetten wird das Leben im Emser Bad gezeigt. Die Ur- und Frühgeschichte beweist, dass die Siedlungsgeschichte an diesem Abschnitt der Lahn bis in die Jungsteinzeit zurück reicht. Die Römer legten den Verlauf ihrer Grenze, des Limes, durch das heutige Stadtgebiet, und vielleicht nutzten die badefreudigen Legionäre bereits die Thermen. Aber auch der Bergbau ist Teil der Geschichte von Bad Ems: Die Nieverner Hütte gehörte trotz Rauch und Schmutz, der bei der Eisenverarbeitung kaum zu umgehen ist, seit ihren Anfängen im 17. Jh. mit zu den touristischen Attraktionen.

Emser Bergbaumuseum Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Im Tal des Emsbachs haben schon die Römer Bergbau betrieben und im Mittelalter besserten die Trierer Erzbischöfe mit dem Silber ihre Kasse auf. Mit der Industrialisierung im 18./19. Jahrhundert waren schließlich Metalle besonders gefragt. Nicht immer ging es reibungslos zwischen Bergbau und Badebetrieb zu: man grub sich das Wasser ab, sorgte für dicke Rauchschwaden, aber man schaffte den Spagat zwischen den recht gegensätzlichen Wirtschaftszweigen. Davon berichtet das Bergbaumuseum an der Straße nach Arzbach.

Katholische St. Martinskirche Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Mit ihrer schönsten Fassade wendet sich die neugotische Kirche der katholischen Pfarrgemeinde zum Kurpark und den "Vier Türmen" hin. 1866-1882 entstand sie nach Plänen des Architekten Eduard Zais, doch die reiche Ausmalung, die dem Kirchenraum viel Wärme gibt, wurde erst 1900 vollendet. Die Martinskirche erscheint wie "aus einem Guss", denn in seltener Vollständigkeit und bestem Zustand ist die Innenausstattung im neogotischen Stil erhalten. Dazu gehören neben den Wand- und Gewölbemalereien, dem Hochaltar und dem Gestühl auch die Fenster mit ihren Glasmalereien. Mit einer Portion Witz hat der Bildhauer Gernot Rumpf den Ambo, das Lesepult, 1988 gestaltet. Im "großen Netz der Kirche" zappeln hier Fische, wie man sie nicht im Biologiebuch findet, wie z.B. den Bad Ems-Fisch oder den Kaiser Wilhelm-Fisch - unverkennbar an seinem Bart! In der Weihnachtszeit erscheint Seine Majestät in St. Martin sogar als Krippenfigur neben zahlreichen anderen Personen aus dem historischen Kurleben.

Evangelische Martinskirche Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Die alte Kirche zwischen den kleinen Häusern und dem Fachwerk im Dorfkern hat ebenfalls St. Martin als Namens- und Schutzpatron. Sie wurde im 12. Jh. auf geschichtsträchtigem Boden errichtet, denn hier stand das römische Kastell. Die romanische Basilika wurde im frühen 18. Jh. nach einem schweren Dorfbrand in ähnlicher Form restauriert. Nur der Turm erhielt dabei seine geschwungene Haube; gerne hätte man die Kirche im damals modernen barocken Stil errichtet, doch das ließ die Statik des mittelalterlichen Baus nicht zu. So ist heute noch zu erkennen, dass der Kirchenturm auch als Wach- und Wehrturm genutzt wurde. Nicht nur dass er am nächsten zur Straße steht, auch seine unteren Fenster sind so schmal geraten, dass sie als Schießscharten dienen konnten. Bis 1911 gehörte auch der strategisch wichtige Turm nicht der Kirche sondern der Gemeinde.

Russisch-Orthodoxe Kirche Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Zum Familientreffen im "Kaiserbad" kam stets auch die russische Verwandtschaft - Zar Alexander II. traf sich in Bad Ems gerne mit seinem Lieblingsonkel, Kaiser Wilhelm I. 1876 wurde das Gotteshaus auch in Anwesenheit der beiden eingeweiht. Typisch für eine russisch-orthodoxe Kirche sind die fünf Kuppeln; die Farbe Blau symbolisiert dabei die Weisheit Gottes. Im Inneren zeigt die Ikonostase, die prächtig ausgeschmückte Trennwand zwischen dem Raum der Gläubigen und demjenigen, der nur dem Priester vorbehalten ist, die verschiedenen Schutzpatrone der orthodoxen Kirche. Dazu gehört auch die Hl. Alexandra, der die Kirche geweiht ist.

Kaiser-Wilhelm Kirche Zum Vergrößern auf das Bild klicken !

Anklicken um  zu vergrößern ! Eine standesgemäße Kirche für sich und andere protestantische Kurgäste wollte Kaiser Wilhelm I. in "zentraler" Lage errichten lassen, denn der Weg zur alten Dorfkirche war ihnen zu lang. Die Vollendung der neoromanischen Kirche nahe dem Bahnhof sollte Wilhelm I. jedoch nicht mehr erleben. Ganz nach den Idealen des protestantischen Kirchenbaus des 19. Jh. sorgte nach dem Tod des Kaisers der Kurgast Pastor Friedrich von Bodelschwingh für die Fortsetzung der Bauarbeiten.

 

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