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Heilquellen

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Römerquelle Bad EmsUngewöhnlich interessant ist in Bad Ems ein Besuch der Heilquellen. Nicht nur für die Zunge ist es eine Entdeckungsreise, denn jeder Sprudel (Heilquelle) schmeckt anders! Höchst unter-schiedlich treten auch die Quellen zu Tage: mal in schlichter Brunnenform - drei verschiedene schon in der Brunnenhalle, dann in einem hübschen Rundtempelchen am Fluss, dann ganz versteckt in einer Felsennische oder spektakulär in einer 8 Meter hohen artesischen Fontäne.
 
Was sagen Chemiker und Mediziner zu den 15 Heilquellen von Bad Ems? Es sind alkalisch-muriatische Säuerlinge, die - einzigartig für Deutschland - hier auch als 27° bis 57° C warme Thermen auftreten. Jede Quelle hat einen anderen "Steckbrief", eine unterschiedliche Mineralienzusammensetzung. Das breite Spektrum der Anwendungen reicht von Katarrhen der Luftwege, akuten und chronischen Erkrankungen der Bronchien, des Kehlkopfes, des Rachens bis zu Magen- und Darmkatarrhen und einigen Stoffwechselkrankheiten.

Übersicht über die wichtigsten Quellen


Robert-Kampe-Sprudel Robert-Kampe-Sprudel
Eine Guinessbuch-verdächtige Quelle: Mit ihren 57° C gehört sie zu den heißesten in Deutschland. Wenn sie in guter Form ist, sprudelt die Fontäne im Sommer mit ihrem artesischen Wasser sogar 8 Meter hoch - ganz allein mit natürlichem Druck. Die Heilkraft gibt es auch - ohne das Wasser - in den Emser Pastillen. Nach dem Verdampfen des Wassers bleiben pro Liter 3,5 Gramm Mineralsalze übrig, die nun seit knapp 150 Jahren zu den wohltuenden und nicht nur von Opernsängern geschätzten Pastillen gepresst werden.

Durch eine unterirdische Leitung wird auch die Emser Therme mit Thermalwasser des Robert-Kampe-Sprudels versorgt. Das Wasser ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Den größten Anteil machen die Hydrogencarbonat-Ionen (HCO3) aus. Das Besondere am Emser Thermalwassers ist die große Anzahl an Natrium- und Chlorid-Ionen. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Zusammensetzung aus Koch- und Meersalz. Die Quellanalyse wurde von Dr. Dieter Eichelsdörfer durchgeführt. Die nebenstehende Tabelle zeigt detailliert die Zusammensetzung des Emser Thermalwassers (zum Vergrößern klicken). Dank seiner mineral- und spurenelementreichen Zusammensetzung eignet sich das Thermalwasser besonders bei verschiedenen Erkrankungen z.B. der Atemwege, der Gelenke sowie des Herz-, Gefäß- und Kreislaufs.

Emser Kränchen ®
Kesselbrunnen
Die ersten drei Heilquellen finden Sie gleich in der Brunnenhalle. Tun Sie sich etwas Gutes und probieren Sie
das
43°C warme Heilwasser!


Kaiserbrunnen
1996 wurde diese Heilquelle wieder in Betrieb genommen. Sein  h eilen des Wasser hilft vor allem bei Problemen mit den Verdauungsorganen.


Emser Kränchen ®

Die wohl berühmteste Quelle von Bad Ems hilft bei Erkrankungen der Atemwege. Bis 1989 verschickte man das Wasser aus dem Emser Kränchen ® in Flaschen in
alle Welt. Heute muss man sich das gesunde Nass
selber abfüllen oder gleich in der Brunnenhalle trinken.


Quellenturm

Das herausragende Bauwerk auf dem linken Lahnufer wurde
Römerquelle1907/8 über den vier Austritten der Neuquelle errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Heute nutzt man die Wärme des Wassers auch für die Heizanlage des Staatsbads.

König-Wilhelm-Felsenquelle
Versteckt - und nur mit einer Heilquellenführung zu sehen - liegt diese kunstgeschichtlich interessant gestaltete Trinkstelle. Roter Veroneser Marmor im Stil des Klassizismus verarbeitet lässt ahnen, dass diesein herrschaftlicher Brunnen war. Schließlich gestatte Noch- König Wilhelm 1867, seinen Namen für die Felsenquelle zu nehmen. Dass die Quelle heute nicht mehr schüttet, hat nichts mit "königlosen" Zeiten zu tun sondern mit dem Pegelstand der Lahn.


Römerquelle
Ob  die Römer in diesem Wasser gebadet oder es getrunken haben, ist nicht ganz gesichert. Das 42° C warme Heilwasser der Römerquelle bewährt sich besonders bei Verdauungs-beschwerden, und damit hätte es gerade auch den alten Römern nach einem üppigen Gelage gute Dienste geleistet.